Der weltweite Ausbau von Rechenzentren erreicht 2026 eine neue Größenordnung. Künstliche Intelligenz, Cloud Computing, Streaming, digitale Dienste und datenintensive Anwendungen treiben die Nachfrage nach Rechenleistung immer weiter nach oben.
Dabei geht es längst nicht mehr nur um einzelne Serverhallen. Neue KI-Rechenzentren werden teilweise in Größenordnungen geplant, die früher für einzelne Standorte kaum vorstellbar waren. Gigawatt statt Megawatt lautet zunehmend die Größenordnung der größten Projekte.
Doch wie groß ist der globale Rechenzentrumsmarkt 2026 tatsächlich? Wie schnell wächst die verfügbare Kapazität und welche Regionen bauen besonders stark aus?
Weltweite Rechenzentrumskapazität nähert sich 2026 der 130-GW-Marke
Eine aktuelle Prognose von Gartner beziffert die weltweite Rechenzentrumsleistung 2026 auf rund 132 GW. Das wäre ein Anstieg von etwa 27 Prozent gegenüber den für 2025 geschätzten 104 GW. Gleichzeitig soll der weltweite Stromverbrauch von Rechenzentren 2026 auf rund 565 TWh steigen. (Gartner)
Damit lässt sich die Dynamik des Marktes gut erkennen:
| Kennzahl | 2025 | 2026 |
|---|---|---|
| Weltweite Rechenzentrumsleistung | ca. 104 GW | ca. 132 GW |
| Wachstum der Leistung | – | ca. 27 % |
| Stromverbrauch | ca. 447 TWh | ca. 565 TWh |
| Anteil KI-optimierter Server am Stromverbrauch | – | ca. 31 % |
Die Werte sind Prognosen und Modellierungen. Je nach Definition von Rechenzentrumskapazität können andere Marktstudien auf abweichende Werte kommen.
Warum die Zahlen verschiedener Studien so stark variieren
Beim Vergleich von Rechenzentrumsstatistiken sollte man genau hinsehen.
Einige Marktanalysen messen beispielsweise:
- installierte IT-Leistung
- verfügbare Colocation-Kapazität
- gesamte Rechenzentrumskapazität
- Stromanschlussleistung
- Kapazität einzelner großer Märkte
- im Bau befindliche Leistung
- geplante beziehungsweise angekündigte Projekte
Deshalb kann es durchaus vorkommen, dass zwei seriöse Studien für „die globale Rechenzentrumskapazität“ unterschiedliche Gigawattwerte nennen.
JLL prognostiziert beispielsweise, dass die weltweite Kapazität von 2025 bis 2030 um etwa 97 GW wachsen und bis 2030 rund 200 GW erreichen könnte. Das entspräche nahezu einer Verdoppelung innerhalb von fünf Jahren. (JLL)
Die Zahlen von Gartner und JLL widersprechen sich deshalb nicht zwangsläufig. Sie verwenden unterschiedliche Modelle und Betrachtungsweisen.
2026 könnte zum Wendepunkt für KI-Rechenzentren werden
Der wichtigste Wachstumstreiber ist künstliche Intelligenz.
Generative KI benötigt wesentlich mehr Rechenleistung als viele klassische digitale Anwendungen. Für das Training großer Modelle werden riesige Cluster von GPUs und anderen KI-Beschleunigern eingesetzt.
Noch wichtiger dürfte langfristig die sogenannte Inferenz werden: Sobald KI-Modelle weltweit von Millionen oder Milliarden Nutzern verwendet werden, müssen kontinuierlich Antworten berechnet werden.
Gartner erwartet, dass KI-optimierte Server 2026 bereits 31 Prozent des weltweiten Stromverbrauchs von Rechenzentren ausmachen. 2027 sollen sie beim Stromverbrauch sogar konventionelle Server überholen. (Gartner)
Damit verändert KI nicht nur die Art der Rechenleistung, sondern auch die Dimensionierung neuer Rechenzentren.
Gigawatt statt Megawatt
Traditionelle Rechenzentren wurden häufig in Größenordnungen von einigen Megawatt geplant.
Ein Gigawatt entspricht dagegen:
1 GW = 1.000 MW
Ein Rechenzentrum mit 1 GW Leistung wäre damit theoretisch so groß wie 1.000 Anlagen mit jeweils 1 MW.
Die größten neuen KI-Campus werden zunehmend in dieser Größenordnung geplant.
Ein Beispiel liefert Meta: Das Unternehmen kündigte 2026 ein neues Rechenzentrum in Alberta mit zunächst 1 GW Leistung an. Die Anlage soll später auf bis zu 1,8 GW erweitert werden können. (Reuters)
Solche Projekte verdeutlichen, wie stark sich die Größenordnung verändert.
Die USA bleiben das Zentrum des Booms
Die Vereinigten Staaten sind weiterhin der wichtigste Rechenzentrumsmarkt der Welt.
JLL erwartet, dass die Region Amerika ungefähr die Hälfte der weltweiten Rechenzentrumskapazität ausmacht. Gleichzeitig soll die Versorgung dort bis 2030 mit rund 17 Prozent jährlich besonders schnell wachsen. (JLL)
Besonders stark konzentriert sich der Ausbau auf Regionen mit günstiger Stromversorgung, großen verfügbaren Flächen und guter Netzanbindung.
Dazu gehören unter anderem:
- Texas
- Virginia
- Georgia
- Ohio
- North Carolina
- Arizona
- Louisiana
Die Standortwahl verändert sich allerdings. Stromanschluss, verfügbare Flächen und Netzinfrastruktur werden zunehmend wichtiger als die reine Nähe zu bestehenden Internetknoten.
66 GW befinden sich in Nordamerika im Bau
Eine aktuelle JLL-Analyse zeigt die enorme Geschwindigkeit des Ausbaus.
Allein in Nordamerika befanden sich Mitte 2026 rund 66 GW Rechenzentrumskapazität im Bau. 95 Prozent dieser Kapazität waren laut JLL bereits vorvermietet beziehungsweise vorab zugesagt. (JLL)
Noch bemerkenswerter ist die Nachfrage: Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Nordamerika rund 25 GW Kapazität absorbiert. Das war doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum und etwa fünfmal so viel wie zwei Jahre zuvor.
Die Zahlen zeigen, dass der Boom nicht nur aus angekündigten Projekten besteht. Ein erheblicher Teil der Kapazität wird bereits von Cloud- und KI-Unternehmen nachgefragt.
Texas entwickelt sich zum neuen Hotspot
Texas gehört zu den Gewinnern des weltweiten Rechenzentrumsbooms.
Nach JLL verfügte Texas Mitte 2026 über rund 26 GW bestehende und im Bau befindliche Rechenzentrumskapazität. Virginia kam auf etwa 13 GW. (JLL)
Die Gründe liegen unter anderem in:
- großer verfügbarer Fläche
- Energieangebot
- wachsender Stromerzeugung
- vergleichsweise schneller Projektentwicklung
- steuerlichen und wirtschaftlichen Anreizen
- Nähe zu großen US-Technologieunternehmen
Gleichzeitig wird gerade in Texas deutlich, welche Herausforderungen der Boom erzeugt. Stromnetze müssen erweitert werden und neue Kraftwerks- beziehungsweise Speicherleistungen werden benötigt.
Auch Europa baut massiv aus
Europa wächst ebenfalls, allerdings unter anderen Rahmenbedingungen.
JLL rechnet damit, dass Europa bis 2030 deutlich zusätzliche Rechenzentrumskapazität aufbauen wird. Gleichzeitig stehen viele europäische Standorte vor Problemen bei Stromanschlüssen, Flächenverfügbarkeit und Genehmigungen. (JLL)
Besonders wichtige Märkte sind unter anderem:
- Frankfurt
- London
- Amsterdam
- Paris
- Dublin
- Madrid
- Mailand
Für Deutschland ist insbesondere der Raum Frankfurt von Bedeutung. Der Standort ist einer der wichtigsten europäischen Internet- und Cloud-Knotenpunkte.
Frankfurt bleibt für Deutschland zentral
Der deutsche Rechenzentrumsmarkt ist stark auf den Großraum Frankfurt konzentriert.
Dafür gibt es einen entscheidenden Grund: Frankfurt ist einer der bedeutendsten Internetknotenpunkte Europas. Die Nähe zu Netzwerken, Unternehmen und Cloud-Infrastruktur macht die Region für Rechenzentren attraktiv.
Allerdings wird Strom zum immer größeren Engpass.
Für KI-Rechenzentren reicht es nicht mehr aus, lediglich eine geeignete Immobilie zu finden. Betreiber benötigen einen leistungsfähigen Netzanschluss und möglichst langfristig gesicherte Energie.
Das verändert die Standortplanung grundlegend.
„Speed to Power“ wird zum entscheidenden Standortfaktor
Früher waren Faktoren wie Grundstückspreise, Internetanbindung und Nähe zu Kunden besonders wichtig.
2026 kommt ein neuer Faktor hinzu:
Wie schnell lässt sich ausreichend Strom bereitstellen?
JLL bezeichnet „Speed to Power“ inzwischen als entscheidendes Kriterium bei der Standortwahl. (JLL)
Das ist für KI-Rechenzentren besonders wichtig.
Ein Projekt kann technisch und finanziell fertig geplant sein. Wenn jedoch der Netzanschluss erst in mehreren Jahren verfügbar ist, kann sich die gesamte Inbetriebnahme entsprechend verzögern.
Strom wird zum Flaschenhals
Der Rechenzentrumsboom ist deshalb zunehmend auch ein Energieproblem.
Gartner erwartet für 2026 einen weltweiten Stromverbrauch der Rechenzentren von rund 565 TWh. Das entspricht etwa 26 Prozent mehr als im Vorjahr. (Gartner)
Die Nachfrage wächst schneller als vielerorts Stromnetze, Kraftwerke und Übertragungsleitungen ausgebaut werden können.
Das führt zu einer neuen Priorität:
Nicht mehr nur „Wo kann ein Rechenzentrum gebaut werden?“ – sondern „Wo gibt es schnell genügend Strom?“
Rechenzentren werden immer größer
Auch die Größe einzelner Projekte verändert sich.
McKinsey beschreibt eine Entwicklung von klassischen Anlagen mit einigen Dutzend Megawatt hin zu Campusstrukturen mit mehreren hundert Megawatt und zunehmend sogar Gigawattgröße. (McKinsey)
Der Grund liegt vor allem in der KI.
Ein großer KI-Cluster benötigt enorme Mengen an GPUs. Werden mehrere solcher Cluster in einem Campus zusammengefasst, entsteht eine Infrastruktur mit einer Leistung, die der Größenordnung eines kleineren Kraftwerks entspricht.
Damit verändert sich auch die Beziehung zwischen Rechenzentrum und Energieversorger.
100 GW neue Kapazität bis 2030
JLL erwartet zwischen 2026 und 2030 weltweit etwa 100 GW zusätzliche Rechenzentrumskapazität. Die globale Kapazität könnte dadurch bis 2030 auf ungefähr 200 GW steigen. (JLL)
Für diese Expansion sind laut JLL Investitionen von bis zu 3 Billionen US-Dollar erforderlich.
Dabei handelt es sich nicht ausschließlich um Baukosten. Zusätzlich müssen unter anderem Stromnetze, Energieerzeugung, Kühlung, Grundstücke und die technische Ausstattung finanziert werden.
Der eigentliche IT-Ausbau mit GPUs, Servern und Netzwerktechnik kann dabei noch einmal erhebliche zusätzliche Investitionen erfordern.
Nicht jedes angekündigte GW-Projekt wird tatsächlich gebaut
Bei allen Rekordzahlen ist Vorsicht angebracht.
Die Branche verfügt über eine enorme Pipeline angekündigter Projekte. Doch zwischen einer Projektankündigung und einem tatsächlich laufenden Rechenzentrum liegen häufig mehrere Jahre.
Gründe für Verzögerungen können sein:
- fehlende Netzanschlüsse
- lange Genehmigungsverfahren
- hohe Baukosten
- Lieferengpässe
- fehlende Transformatoren
- Chip- und Serververfügbarkeit
- Finanzierung
- lokale Proteste
- Wasserverfügbarkeit
- fehlende Arbeitskräfte
Eine aktuelle Analyse von Currence kommt beispielsweise zu dem Schluss, dass 30 bis 50 Prozent der für 2026 erwarteten großskaligen Rechenzentrumskapazität verspätet online gehen könnten. Als Gründe werden unter anderem Stromengpässe und Bauprobleme genannt. (Network World)
Damit muss zwischen „angekündigt“, „geplant“, „im Bau“ und „online“ strikt unterschieden werden.
Der Markt ist trotz des Booms knapp
Eine paradoxe Situation prägt 2026 den Markt:
Es wird so viel gebaut wie selten zuvor – und trotzdem gibt es kaum freie Kapazitäten.
CBRE meldete für die 16 größten internationalen Rechenzentrumsmärkte im ersten Quartal 2026 eine Gesamtversorgung von rund 16 GW, 25 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig fiel die globale Leerstandsquote auf nur 6,7 Prozent. (CBRE)
In einigen wichtigen US-Märkten ist die Situation noch extremer.
In Northern Virginia lag die Leerstandsquote laut CBRE bei lediglich 0,3 Prozent. (CBRE)
Das zeigt: Selbst massive Neubauten reichen derzeit nicht aus, um die Nachfrage vollständig zu decken.
KI verändert die Anforderungen an Rechenzentren
Nicht jedes Gigawatt ist gleich.
Ein traditionelles Cloud-Rechenzentrum kann mit vergleichsweise niedrigen Leistungsdichten arbeiten. KI-Cluster benötigen dagegen wesentlich höhere Leistungsdichten pro Rack.
Das hat Folgen für:
- Stromverteilung
- Kühlung
- Gebäudekonstruktion
- Netzwerkarchitektur
- Notstromversorgung
- Platzbedarf
- Betriebskosten
Direct-to-Chip-Flüssigkeitskühlung und andere neue Kühltechnologien werden deshalb immer wichtiger.
Wie viel neue Leistung braucht KI?
Gartner erwartet bereits 2026, dass KI-optimierte Server rund 31 Prozent des weltweiten Rechenzentrumsstroms beanspruchen. (Gartner)
Das ist bemerkenswert, weil KI erst am Anfang ihrer Verbreitung steht.
JLL geht davon aus, dass KI bis 2030 rund die Hälfte aller Rechenzentrums-Workloads ausmachen könnte. Besonders wichtig wird dabei die Inferenz, also die laufende Berechnung von KI-Antworten. (JLL)
Der Rechenzentrumsboom dürfte deshalb nicht nur von der Anzahl neuer Anlagen abhängen. Auch die durchschnittliche Leistungsdichte bestehender Anlagen wird steigen.
Was bedeuten 132 GW eigentlich?
Die Größenordnung lässt sich besser verstehen, wenn man sie mit anderen Energiesystemen vergleicht.
132 GW entsprechen der maximalen elektrischen Leistung von 132 großen Kraftwerksblöcken mit jeweils 1 GW.
Dabei darf man die Zahlen allerdings nicht direkt mit Kraftwerksleistung gleichsetzen. Ein Rechenzentrum verbraucht Strom, während ein Kraftwerk Strom erzeugt. Außerdem arbeiten Rechenzentren und Kraftwerke mit unterschiedlichen Auslastungsprofilen.
Die Größenordnung verdeutlicht dennoch, warum Rechenzentren zunehmend als Bestandteil der nationalen Energieplanung betrachtet werden.
Hyperscaler treiben den Ausbau
Die größten Technologieunternehmen sind für einen erheblichen Teil der Investitionen verantwortlich.
JLL zufolge haben die fünf größten Hyperscaler für 2026 zusammen rund 710 Milliarden US-Dollar an geplanten Investitionen angekündigt. Diese Summe könnte ausreichen, um etwa 35 GW neue oder erneuerte Rechenzentrumskapazität weltweit zu unterstützen. (JLL)
Zu den wichtigsten Akteuren zählen unter anderem:
- Microsoft
- Amazon
- Meta
- Oracle
Hinzu kommen spezialisierte KI-Cloud-Anbieter wie CoreWeave und Nebius sowie Unternehmen, die eigene KI-Infrastruktur aufbauen.
Der Ausbau wird dezentraler
Der Rechenzentrumsmarkt war lange stark auf einige wenige Metropolen konzentriert.
2026 verändert sich diese Struktur.
Neue Anlagen entstehen zunehmend in Regionen, in denen:
- Strom verfügbar ist
- Grundstücke günstiger sind
- Genehmigungen schneller erfolgen
- erneuerbare Energie vorhanden ist
- Kühlung wirtschaftlich möglich ist
- große Stromleitungen verfügbar sind
JLL berichtet, dass sogenannte „Frontier Markets“ inzwischen einen sehr großen Teil der nordamerikanischen Baupipeline ausmachen. (JLL)
Damit könnte sich die geografische Verteilung der Rechenzentren in den kommenden Jahren deutlich verändern.
Die wichtigsten Zahlen zum Data Center Boom 2026
Die aktuelle Entwicklung lässt sich in einigen Kennzahlen zusammenfassen:
- Weltweite Rechenzentrumsleistung 2026: rund 132 GW laut Gartner. (Gartner)
- Wachstum der weltweiten Leistung gegenüber 2025: rund 27 Prozent.
- Weltweiter Stromverbrauch von Rechenzentren 2026: rund 565 TWh.
- Anteil KI-optimierter Server am Rechenzentrumsstromverbrauch 2026: rund 31 Prozent.
- Erwartete globale Kapazität 2030: rund 200 GW laut JLL.
- Zusätzliche Kapazität 2026–2030: rund 97 bis 100 GW.
- Erwartetes Investitionsvolumen bis 2030: bis zu 3 Billionen US-Dollar.
- Nordamerika: 66 GW im Bau Mitte 2026.
- Nordamerikanische Nachfrage im ersten Halbjahr 2026: 25 GW Absorption.
- Meta-Projekt in Alberta: zunächst 1 GW, später bis zu 1,8 GW.
- Globale Versorgung in den 16 größten Märkten: 16 GW im Q1 2026 laut CBRE.
Fazit: 2026 beginnt das Gigawatt-Zeitalter der Rechenzentren
Der Data-Center-Markt erlebt 2026 einen historischen Wachstumsschub.
Je nach Definition liegt die weltweite Rechenzentrumskapazität inzwischen im Bereich von mehr als 100 GW. Gartner kommt für 2026 auf rund 132 GW, während JLL für 2030 eine globale Kapazität von ungefähr 200 GW erwartet. (Gartner; JLL)
Der entscheidende Wachstumsmotor ist künstliche Intelligenz. Neue Anlagen werden größer, leistungsdichter und stärker auf GPU-Cluster ausgelegt.
Gleichzeitig entsteht ein neuer Engpass: Strom ist vielerorts schneller knapp als Rechenzentrumskapazität.
Deshalb wird die Geschwindigkeit des Netzausbaus künftig genauso wichtig wie die Geschwindigkeit des Gebäudebaus. Wer schnell Zugang zu Strom, geeigneten Flächen und leistungsfähiger Infrastruktur bekommt, kann sich einen entscheidenden Standortvorteil sichern.
Der Data Center Boom 2026 ist damit weit mehr als ein Immobilien- oder Technologietrend. Er entwickelt sich zu einem globalen Infrastrukturprojekt im dreistelligen Gigawattbereich – mit erheblichen Auswirkungen auf Stromnetze, Energieerzeugung, Bauwirtschaft, Wasserressourcen und die internationale Standortpolitik.
